Ökologischer Fußabdruck: Unterschied zwischen den Versionen

Aus NachhaltigkeitsWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 11: Zeile 11:
 
*[http://www.mein-fussabdruck.at/ Der österreichische Fußabdruck-Rechner]
 
*[http://www.mein-fussabdruck.at/ Der österreichische Fußabdruck-Rechner]
  
 +
==Ausblick==
 +
Sowohl in den Industriestaaten, als auch in den Schwellenländern nimmt der Fußabdruck immer weiter zu. Das Problem verschärft sich dadurch, dass die Biokapazität, als das was die Natur für uns zu leisten im Stande ist, laufend abnimmt. Grund dafür sind durch Umweltverschmutzung gestörte Ökosysteme und die [[Bodenschutz#Bodenzerstörung|Zerstörung fruchtbarer Böden]].
  
  
  
 
[[Kategorie: Kennzahl]]
 
[[Kategorie: Kennzahl]]

Version vom 1. März 2012, 11:24 Uhr

Alle Konsumgüter, die wir zum Leben brauchen, müssen irgendwo auf der Erde erzeugt werden und brauchen oder ver-brauchen dabei Natur. Ob Salat oder Schnitzel, ob Schafwolle oder Baumwolle. Auch unser Müll und die Abgase brauchen Platz um wieder unschädlich gemacht werden zu können. Jedem Produkt, jeder Dienstleistung kann somit die Fläche zugeordnet werden, die für seine Herstellung und Entsorgung im abstrakten Sinn verbraucht wurde.

Bemessung

Als Maß für diesen Flächenverbrauch werden Hektar verwendet. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass der Aspekt der globalen Gerechtigkeit durch die Vergleichbarkeit von Verbrauch und weltweit zur Verfügung stehender Fläche einfach darstellbar ist. Stehen theoretisch jedem Erdenbürger 1,8 ha zur Verfügung, so verbraucht der Durchschnittsösterreicher laut der nebenstehenden Grafik aus dem Jahr 2008 4,9 ha. Das bedeutet, würden alle Menschen auf der Erde so leben, wie wir in Österreich, so bräuchten wir 2,5 Planeten Erde. Andere Quellen geben sogar noch größere Füße an: 2,2 ha für einen Chinesen, 5,3 ha für einen Durchschnittsösterreicher und 8 ha für einen US-Amerikaner!

Die Wissenschafter William Rees und Mathis Wackernagel haben 1994 den ökologischen Fußabdruck vor­gestellt. Inzwischen gibt es viele, interaktive Modelle um auch online den eigenen Footprint zu bestimmen. Meist werden dabei die Lebensbereiche Ernährung, Mobilität, Wohnen und Konsum unter die Lupe genommen. Der Ökologische Fußabdruck ist somit die einfachste Möglichkeit, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils zu testen.

Ausblick

Sowohl in den Industriestaaten, als auch in den Schwellenländern nimmt der Fußabdruck immer weiter zu. Das Problem verschärft sich dadurch, dass die Biokapazität, als das was die Natur für uns zu leisten im Stande ist, laufend abnimmt. Grund dafür sind durch Umweltverschmutzung gestörte Ökosysteme und die Zerstörung fruchtbarer Böden.