Opaschowski Interview: Unterschied zwischen den Versionen
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Opaschowski: Vom grenzenlosen und unkontrollierten Massentourismus muss Abschied genommen werden. Die aktuelle Krise zwingt Urlauber wie auch Veranstalter zum Umdenken und Umlenken. Das ist die Chance für den Tourismus von morgen. | Opaschowski: Vom grenzenlosen und unkontrollierten Massentourismus muss Abschied genommen werden. Die aktuelle Krise zwingt Urlauber wie auch Veranstalter zum Umdenken und Umlenken. Das ist die Chance für den Tourismus von morgen. | ||
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Aktuelle Version vom 26. November 2012, 12:25 Uhr
Aus Pressetext 8.8. 2009:
pressetext sprach mit Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski über die aktuellen Trends und Herausforderungen. Die Meer- und Alpenwelt brauche neue touristische Konzepte, die auch alternative Entwicklungen und Nutzungen dieser Regionen mit einbeziehen, so Opaschowski. Hier ein Auschnitt des Interviews:
pressetext: Einige der Schlagwörter sind "sanfter Tourismus" bzw. "nachhaltiger Tourismus". Was ist darunter aus Ihrer Sicht korrekterweise zu verstehen?
Opaschowski: Nachhaltiger Tourismus muss dafür sorgen, dass die Umwelt nicht durch touristische Infrastruktur unwiderruflich zerstört wird. Nachhaltiger Tourismus soll die ökologischen und sozialen Folgen des Massentourismus verhindern helfen - beispielsweise durch Energie- und Wassereinsparung, Kapazitätsbeschränkungen, autofreie Ferienorte, Lenkung der Touristenströme sowie Attraktivierung des "Urlaubs der kurzen Wege".
pressetext: Viele Regionen/Destinationen heften sich nachhaltigen Tourismus auf die eigenen Fahnen. Zu Recht oder ist das nur optische Kosmetik?
Opaschowski: Das kommt ganz auf das jeweilige Angebot an. Wenn eine Region spezielle Maßnahmen zur Umweltschonung unternimmt oder ein Hotel nachweisbar den CO2-Ausstoß reduziert und regionalen Produkten und Baustoffen den Vorrang gibt, sind das sicherlich sehr sinnvolle Maßnahmen.
pressetext: Inwiefern sind Wirtschaftsfaktor Tourismus und Nachhaltiger Tourismus in Einklang zu bringen?
Opaschowski: Die Alternative lautet nicht "Wirtschaftlichkeit oder Nachhaltigkeit", sondern "Wirtschaftlichkeit durch Nachhaltigkeit". Nachhaltiger Tourismus rechnet sich und zahlt sich aus.
pressetext: Ein Sprichwort lautet "Jede Krise ist auch eine neue Chance". Wie sieht dieses Sprichwort in Bezug auf den Tourismus aus?
Opaschowski: Vom grenzenlosen und unkontrollierten Massentourismus muss Abschied genommen werden. Die aktuelle Krise zwingt Urlauber wie auch Veranstalter zum Umdenken und Umlenken. Das ist die Chance für den Tourismus von morgen.
pressetext: Danke für das Interview! (Ende)