Industrielle Landwirtschaft

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Laut einer Studie des International Panels for Sustainable Resorce Management des United Nations Environmental Programme (UNEP) vom Juni 2010 gehört die Landwirtschaft mit zu den größten Verursachern von Umweltschäden weltweit.

Edgar Hertwich, Professor für Energie and Umweltsystemanalyse der norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie nennt Details der Studie: "Die Landwirtschaft ist verantwortlich für 20 Prozent der Treibhausgasemissionen, für 60 Prozent der Phosphor- und Stickstoffemissionen und für 30 Prozent der Gift-Emissionen in Europa - insbesondere von Chemikalien." Die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten trage den größten Anteil an diesen Umweltfolgen. "Auf Kosten der Landwirtschaft gehen zudem 70 Prozent des weltweiten Süßwasserbedarfs und 38 Prozent der gesamten Fläche."

Quelle: http://www.pressetext.at/news/100602017/landwirtschaft-frisst-die-erde-auf/

Landwirtschaft in Österreich


Aufgrund landschaftlicher und kultureller Gegebenheit ist die Landwirtschaft in Österreich viel kleinstrukturierter als in anderen Ländern Europas.

Über dem Europaschnitt liegt der Anteil der biozertifizierten Betriebe in Österreich, nämlich bei 14%. Daher und nicht zuletzt aufgrund des Österreichischen Programms für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) produziert die Landwirtschaft in Österreich weniger Treibhausgas als in den meisten anderen Ländern. Der Anteil landwirtschaftlicher Emissionen an den gesamten Treibhausgasemissionen in Österreich liegt bei knapp 9%. (Quelle: Umweltbundesamt 2008)

Trotzdem importiert Österreich 600.000 Tonnen Soja pro Jahr. 90% davon sind gentechnisch verändert. Soja wird in der Landwirtschaft als Futtermittel eingesetzt und trägt damit wesentlich zum sehr hohen ökologischen Fußabdruck des Fleischkonsums bei.

Nicht die Kuh ist schuld

In Ihrem Buch "Die Kuh ist kein Klima-Killer" zeigt Dr. Anita Idel auf, dass Rindern generell keine Klimaschädigung angelastet werden kann, sondern nur den industriellen Agrarsystemen, die ausschließlich auf die Maximierung der Produktion abzielen und dafür enorm viel Kraftfutter einsetzen.

Rinderhaltung im Rahmen einer ökologisch-ganzheitlichen Landwirtschaft, wie sie im Pielachtal gepflegt wird, kann zum Klimaschutz beitragen, da so Dauergrünland erhalten und damit große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid im Boden gespeichert werden können.

Splitter

Jährlichr Import von Soja und Sojaprodukten aus Übersee für Futtermittel nur in Bayern sind dies 800 000t.
(Arte Xenius 30.7. 2016 7h30)