Dirndltaler Nachhaltigkeit

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Einführung

Das Pielachtal ist für seine vorbildhaften Aktivitäten bekannt. Bereits 1996 wurde das Entwicklungsprojekt „Ökokreislauf Pielachtal“ gestartet. Ziel und Aufgabe war es schon damals, Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft zu vernetzen und gemeinsame Aktivitäten im ökologischen Sinne zu gestalten. Im Zuge des Projektes haben sich einige Kooperationen gebildet: die Edelbrandgemeinschaft, die Dörrobstgemeinschaft, die Tischlerkooperation Linie8 – sie hat eine eigene Möbellinie aus Lärchenholz gestaltet – und die Pielachtaler Unternehmenskooperation, die Unternehmen verschiedener Branchen vereint. Außerdem wurden Reit- und Moutainbikewege eingerichtet und ein eigenes Sommer-Gästeprogramm erstellt.

Im Jahr 2004 startete das Pielachtal einen Markenentwicklungsprozess zur Profilierung der Region. Als Symbol für den natürlichen Reichtum des Pielachtales und für die traditionelle, nachhaltige Wirtschaftsweise wurden die roten Früchte des seit tausenden Jahren hier wachsenden Dirndlstrauches gewählt. Seither wird das Pielachtal auch Dirndltal genannt. Die Dirndl ist typisch für diese Region im Mostviertel und erfüllt eine vielfältige Funktion in der Dirndltaler Kulturlandschaft. Seit einigen Jahren wird sie nun wieder unzähligen kreativen Produkten verarbeitet.

Im Jahr 2007 erstellte das Pielachtal als erste Region in Österreich einen Regionalen Nachhaltigkeitsbericht. Auf die Erkenntnisse und Ergebnisse daraus werden zukünftige Strategien und Projekte aufgebaut.

Geschichtlicher Hintergrund

Während das südliche Mostviertel durch den Eisenabbau einen wirtschaftlichen Höhenflug erlebte, und der Most im Amstettner Raum die Vierkanter "baute", und die Wirtschaftsbetriebe im Traisen-, Gölsen und Triestingtal durch die Eröffnung der Leobersdorfer Bahn 1877 gefördert wurden, sah die wirtschaftliche Realität im Pielachtal eher karg aus. Betriebe gab es wenig, die Landwirtschaft diente in erster Linie der Selbstversorgung. "Gluach" wurde hier gewirtschaftet, was soviel bedeutet wie sparsam, nicht nur mit dem wenigen Geld, sondern auch mit Materialien und Lebensmitteln. Mit dem Bau der Pielachtal-, der späteren Mariazellerbahn ab 1896 wurde auch das Pielachtal an das österreichische Bahnnetz und damit an Wirtschaftsbetriebe und Absatzmärkte angeschlossen.


Landwirtschaft und Kulturlandschaft

Von allen Flüssen im niederösterreichischen Alpenvorland hat die Pielach den größten Anteil an weitgehend naturnahen Fluss- und Uferstrukturen. Sie ist Lebensraum für zahlreiche seltene und auch gefährdete Tiere und Pflanzen. Selbst unter Biologen gilt die Pielach, ihrer verborgenen Naturschätze wegen, als Geheimtipp. Diesen Lebensraum zu schützen und zu bewahren, ist eine der Aufgaben des „Ökokreislaufs Pielachtal“.

Weiterführende Links

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