Ratingagentur

Aus NachhaltigkeitsWiki
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Rating-Agenturen sind private, auf Gewinn gerichtete Unternehmen, die die Kreditwürdigkeit von anderen Unternehmen oder ganzen Staaten überprüfen und bewerten. Die Bewertungen reichen von AAA für Schuldner mit sehr geringem Ausfallsrisiko bis D (Zahlungsunfähigkeit). Dahinter steht der Wunsch von Investoren, dass fachkundige Dritte überprüfen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das verliehene Geld sowie die dafür fälligen Zinsen am Fälligkeitsdatum zurückzubekommen.

Probleme und Kritik

  • Ratingagenturen können nur anhand der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen bewerten.
  • Unternehmen halten oft bewusst für sie negative Informationen zurück oder versuchen gezielt ihr Produkt besser aussehen zu lassen, als es ist.
  • Das Herabsetzen eines Ratings kann zu Zinserhöhungen und Kreditkündigungen führen und damit Unternehmenskrisen verschlimmern oder überhaupt erst auslösen.
  • Ratingagenturen können für Fehlbewertungen nicht zur Verantwortung gezogen werden.
  • Ratingagenturen werden von Auftraggebern bezahlt, deren Finanzprodukte sie bewerten. So kann ein Interessenkonflikt entstehen, indem sie zu gute Ratings in Aussicht stellten, um sich Folgeaufträge zu sichern.
  • Es gibt nur wenige staatlich anerkannte Ratingorganisationen, so gibt es wenig Konkurrenzdruck.
  • Klassische Ratings geben nur Auskunft über die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen und Staaten und beinhalten keine Nachhaltigkeits-Kriterien.