Dirndltaler Nachhaltigkeit
Einführung
Das Pielachtal ist auch für seine vorbildhaften Aktivitäten bekannt. Bereits 1996 wurde das Entwicklungsprojekt „Ökokreislauf Pielachtal“ begonnen. Ziel und Aufgabe war es schon damals, Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft zu vernetzen und gemeinsame Aktivitäten im ökologischen Sinne zu gestalten. Im Zuge des Projektes haben sich einige Kooperationen gebildet: die Edelbrandgemeinschaft, die Dörrobstgemeinschaft, die Tischlerkooperation Linie8 – sie hat eine eigene Möbellinie aus Lärchenholz gestaltet – und die Pielachtaler Unternehmenskooperation, die Unternehmen verschiedener Branchen vereint. Außerdem wurden Reit- und Moutainbikewege eingerichtet und ein eigenes Sommer-Gästeprogramm erstellt.
Im Jahr 2007 erstellte das Pielachtal als erste Region in Österreich einen Regionalen Nachhaltigkeitsbericht. Auf die Erkenntnisse und Ergebnisse daraus werden zukünftige Strategien und Projekte aufgebaut.
Das Pielachtal wird auch Dirndltal genannt, weil die seit tausenden Jahren hier wachsenden roten Früchte des Dirndlstrauchs Symbol für den natürlichen Reichtum des Tales und für die traditionelle, nachhaltige Wirtschaftsweise sind. Die Dirndl ist typisch für diese Region im Mostviertel und wird in vielfältiger Form verarbeitet.
Geschichtlicher Hintergrund
Während das südliche Mostviertel durch den Eisenabbau einen wirtschaftlichen Höhenflug erlebte, und der Most im Amstettner Raum die Vierkanter "baute", und die Wirtschaftsbetriebe im Traisen-, Gölsen und Triestingtal durch die Eröffnung der Leobersdorfer Bahn 1877 gefördert wurden, sah die wirtschaftliche Realität im Pielachtal eher karg aus. Betriebe gab es wenig, die Landwirtschaft diente in erster Linie der Selbstversorgung. "Gluach" wurde hier gewirtschaftet, was soviel bedeutet wie sparsam, nicht nur mit dem wenigen Geld, sondern auch mit Materialien und Lebensmitteln. Mit dem Bau der Pielachtal-, der späteren Mariazellerbahn ab 1896 wurde auch das Pielachtal an das österreichische Bahnnetz und damit an Wirtschaftsbetriebe und Absatzmärkte angeschlossen.
Landwirtschaft und Kulturlandschaft
Weiterführende Links
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