Klimawandel in Österreich
Auswirkungen des Klimawandels auf Österreich
Aussschnitte aus dem Artikel auf Oekonews.at am 09.05.2012
Klimawandel erhöht Katastrophenrisiko
Österreich muss sich schon jetzt auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten
Wien- "Its time to act!" Der Klimawandel wird auch in Österreich mehr Wetterextremereignisse bringen und das Risiko von Naturgefahren erhöhen. Zu erwarten sind steigende volkswirtschaftliche Folgekosten und Auswirkungen auf Landwirtschaft, Tourismus, Artenvielfalt und Infrastrukturen. „Politik, Verwaltung und Wirtschaft müssen die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen berücksichtigen. Je weniger wir vorbeugen, umso teurer kommt uns der Klimawandel auch wirtschaftlich", so Umweltminister Nikolaus Berlakovich bei einer Konferenz in Wien anlässlich der Vorstellung des Sonderberichts des Weltklimarats zu Klimawandel und Extremereignissen.
Sonderbericht des Weltklimarats
Der Weltklimarat IPCC hat im März 2012 den Sonderbericht „Risikomanagement von Extremereignissen und Katastrophen zur Anpassung an den Klimawandel (SREX)“ vorgelegt. Die wesentlichen Aussagen: Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel haben sich Wetterextreme verschlimmert und werden in Zukunft häufiger, länger und intensiver auftreten. Mit vermehrten Schäden ist in jenen Regionen zu rechnen, deren Empfindlichkeit besonders hoch ist, wobei hier Entwicklungsländer besonders betroffen sind, die heute schon über 95% der Todesopfer von Naturkatastrophen verzeichnen.
Der Alpenraum - und damit Österreich - ist eine der am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffenen Regionen in Europa. Mit einer Zunahme der jährlichen Durchschnittstemperatur von 2° C weist die Region bereits eine mehr als doppelt so hohe Erwärmungsrate gegenüber dem globalen Durchschnitt auf. Zwei Drittel der Landesfläche in Österreich liegen im Alpenraum. Auch in Österreich werden Wetterextreme häufiger und intensiver auftreten und die Anzahl der Katastrophenereignisse steigen. Generell wird es im Sommer trockener und heißer, und im Winter feuchter. Wetterextreme, zunehmende saisonale Wasserknappheit, Hochwasser- und Naturgefahren, Gletscherschmelze und der Rückgang von Dauerfrost-Böden werden in Zukunft die Alpen prägen.
Landwirtschaft größtes Klimaopfer
„Durch die Erderwärmung werden Extremereignisse wie lang andauernde Hitzetage oder Starkniederschläge auch in Österreich weiter zunehmen. Das zeigt der Sonderbericht des Weltklimarates deutlich auf. Die Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel ist dabei besonders verletzbar. Deren Erträge sind zu 80 % vom Wetter abhängig. Dürre- und Überschwemmungsschäden treten immer öfter, intensiver und großflächiger auf. Durch die Zunahme von Wetterextremereignissen ist der Agrarsektor als Nahrungsmittellieferant das größte Klimaopfer der Volkswirtschaft. Durch die Klimaänderung wird die Sicherheit der nationalen Lebensmittelversorgung zu einem wachsenden Risiko“, betont Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung.
„Aus den aktuellen Analysen des Weltklimarates lässt sich deutlich ableiten, dass durch den Klimawandel Anpassungen in der landwirtschaftlichen Produktion, wassersparende Bodenbearbeitungstechniken oder die Wahl von dürreresistenteren Pflanzen, notwendig sind. Ebenso klar wird durch den Bericht, dass wir insgesamt mehr Klimaschutz brauchen“, appelliert Weinberger. Die Österreichische Hagelversicherung setzt nicht nur auf Klimawandel angepasste Versicherungsprodukte, sondern auch auf mehr Klimaschutz. So hat sie in Österreich den Klimaschutzpreis geschaffen und wirbt auch für regionale klimafreundliche Lebensmittel mit kurzen Transportwegen.
Vollständiger Artikel: Klimawandel erhöht Risiko für Wetterextreme und Katastrophen