Globale Erwärmung

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Laut des UNEP Berichtes 2011 (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) wurden die 10 heißesten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen zwischen 1998 und 2010 gemessen. Achtzehn der vergangenen 21 Jahre sind unter den 20 wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen 1880.

Ursachen

Die menschengemachte Klimaerwärmung passiert nach einer ganz einfachen Formel. Die Menschheit nutzt fossile, das heißt über Jahrmillionen von der Natur eingelagerte Kohlenstoffvorräte (Erdöl, Kohle, Erdgas) zur Gewinnung von Energie. Der Kohlenstoff wird verbrannt (Kohlekraftwerke, Verbrennungsmotor) und als CO2 in die Atmosphäre abgegeben. CO2 ist ein Treibhausgas, das bedeutet es bindet die von der Sonne auf die Erde gestrahlte Energie in der Atmosphäre. Die Erde erwärmt sich, das Klima weltweit verändert sich.

Rückkoppelungseffekte:

  • In den Permafrostböden der nördlichen Welthalbkugel, vor allem in Sibirien, lagern ebenfalls enorme Kohlenstoffspeicher in Form von Methan. Methan ist ein weit wirksameres Treibhausgas als CO2. Wenn sich die Temperatur in Sibirien erhöht und die Permafrostböden auftauen, werden unvorstellbare Mengen an Methan frei. Aktuellen Schätzungen zufolge lagert in den Permafrostböden doppelt soviel Kohlenstoff als sich momentan in der ganzen Atmosphäre befindet.
  • Durch die Erderwärmung ziehen sich bewiesenermaßen weltweit die Gletscher zurück. Flächen die über die gesamte Menschheitsgeschichte hin von ewigem Eis bedeckt waren, frieren im Winter nicht mehr zu. An die Oberfläche treten Gesteine oder im Falle der Pole dunkles Meerwasser. Während die Eis- und Schneedecken das Sonnenlicht reflektiert haben, speichert eine dunkle Oberfläche die Sonnenenergie und erwärmt sich weit rascher. Die Folge ist ein immer schnelleres Schmelzen des Eises.

Kippelemente im Erdsystem:

  • Zusammenbruch des Amazonas Regenwaldes
  • Zusammenbruch des Eisschildes auf Grönland
  • Veränderungen in der atlantischen thermischen Zirkulation

Folgen

Durch das Abschmelzen des polaren Eises steigt der Meeresspiegel an. Ein Anstieg um nur 1 Meter würde 500 Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen.
Wenn sich die Gletscher immer weiter zurückziehen, können sie die Flüsse im Sommer nicht mehr mit ausreichend Wasser speisen. Im Falle des Tibetischen Hochplateaus hätte dies schwerwiegende Folgen für ganz Südostasien. Betroffen wäre aber genauso zum Beispiel der Alpenraum.

Klimawandel in Österreich

Gegenstrategien

  • Umstieg auf Erneuerbare Energieträger (Sonne, Wind, Wasser)
  • Nutzung von Biomasse anstatt fossiler Brennstoffe
  • Erhöhung der Ressourcenproduktivität (Faktor 5)