NÖVOG-Kooperation mit Gemeinden
NOEN Bericht von
von MARTIN GRUBER
und GERHARD HACKNER
Foto: NÖVOG/LENGAUER
PIELACHTAL / Am 28. Februar unterzeichneten die Vertreter der 14 Gemeinden, die über Stationen der Mariazellerbahn verfügen und der Bahnbetreiber NÖVOG in Kirchberg einen Kooperationsvertrag. Hinter dem Vertrag steckt die Überzeugung, dass die weitere Entwicklung dieser Bahnstrecke nur in enger Kooperation zwischen Gemeinden, Land und Bahnbetreiber möglich ist. „Das Land Niederösterreich investiert bis 2014 insgesamt 117 Millionen Euro in die Mariazellerbahn. Die NÖVOG sorgt für die Umsetzung der Investition und für den Betrieb. Die Gemeinden übernehmen eine Reihe an Leistungen wie Schneeräumung, Reinigung der öffentlich zugängigen Bereiche oder die Gestaltung und Pflege des Blumenschmucks“, beschreibt Landesrat Karl Wilfing die Zusammenarbeit.
14 Gemeinden ziehen an einem Strang: im Bild v.l.n.r. Christian Kogler (Bürgermeister Puchenstuben), Ernst Kulovits (Bürgermeister Schwarzenbach), Franz Grössbacher (Bürgermeister Frankenfels), DI Rainer Handlfinger (Bürgermeister Obergrafendorf), Petra Zeh (Bürgermeisterin Annaberg), Ing. Kurt Wittmann (Bürgermeister Rabenstein), Josef Hösl (Bürgermeister Hofstetten-Grünau), Verkehrslandesrat Mag. Karl Wilfing, Labg. Dr. Martin Michalitsch, Anton Gonaus (Bürgermeister Kirchberg), Univ.-Prof. Dr. Friedrich Zibuschka (Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Leiter der Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten), Anton Gruber (Bürgermeister Loich), Dirndlkönigin Doris Fugger, Alfred Hinterecker (Bürgermeister Mitterbach), Waltraud Stöckl (Bürgermeisterin St. Anton/Jeßnitz), NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl, Manfred Seebacher (Bürgermeister St. Sebastian), Peter Kalteis (Bürgermeister Weinburg)
„Ich freue mich, dass ich Architekt dieser Kooperation sein darf“, fügt Wilfing in seiner Ansprache noch hinzu.
13 Gemeinden an der Bahnstrecke aus Niederösterreich und Sankt Sebastian, als einzige Gemeinde aus der Steiermark, haben die Vereinbarung bereits unterzeichnet und stehen voll hinter diesem Vertragswerk. Auch die Gespräche mit der Stadt St. Pölten stehen kurz vor dem Abschluss.
Harsche Kritik hagelt es hingegen von FPNÖ Verkehrssprecher Erich Königshofer: „Da brüsten sich Landeshauptmann Erwin Pröll und sein Verkehrslandesrat Wilfing in die Erhaltung der Mariazellerbahn 117 Mio. Euro zu investieren, und nun nehmen sie die, an der Strecke liegenden Gemeinden, in die finanzielle Geiselhaft“, womit er auf den Ausschluss der Wegehaltung für die NÖVOG anspielt.